AIM Leaders Meet-up Hamburg: Nicht lang schnacken, machen
Nicht lang schnacken, machen: Beim ersten AIM Leaders Meet-up von nextMedia.Hamburg wurde der Startpunkt gesetzt, für ein Netzwerk, das nicht nur über KI redet, sondern echte Wertschöpfung schafft. Die Jahresendrally hatte zwar längst begonnen, nicht unbedingt die Zeit, in der man noch Platz für ein Meet-up im Kalender findet. Trotzdem hat sich der Weg in die Hafencity gelohnt.
Der Auftakt zur AIM Leaders Konferenz
Das Meet-up war der erste Aufschlag zu einer Reihe von Formaten, die auf die AIM Leaders Konferenz im November hinführen: Austausch, Realitätssinn und konkrete Umsetzungsimpulse. Nach der Begrüßung durch Nina Klaß und Cosima Ostan ging es direkt in kleine Gruppen. Im SPACE Coworking stellten wir uns kurz vor: Wer sind wir, welchen Bezug haben wir zu KI, welche Themen treiben uns um? Kein steifes Networking, sondern ehrlicher Austausch. Auf Konferenzen ist das sonst Glückssache oder kostet Überwindung, hier war es einfach produktiv und offen.
Vier Hebel für KI in Medienunternehmen
Katharina Neubert aus dem Bereich Strategy & Investments bei Holtzbrinck sprach über die vier Hebel, die sie aktuell für entscheidend hält. Erstens, Business Impact nachweisen: Realismus, ohne den Mut zu verlieren, Neues zu testen. Zweitens, Workforce Transformation: Prozesse verändern und Menschen mitnehmen. Drittens, Liquid Content: Inhalte so gestalten, dass sie dynamisch über Formate hinweg funktionieren. Viertens, Geopolitik und Souveränität: Europas Rolle im globalen KI-Wettlauf sichern.
Ein Satz blieb besonders hängen: Workforce-Transformation heißt nicht, Tools einzuführen. Es heißt, Prozesse neu zu denken und Menschen mitzunehmen. Technologie allein löst keine Transformation aus. Erst wenn sich Arbeitsweisen, Entscheidungsstrukturen und Lernkultur anpassen, entsteht echte Veränderung.
KI-Wertschöpfung in der Praxis: Coactive AI
Aus dem Silicon Valley meldete sich Josh Heller von Coactive AI remote dazu. Das Unternehmen entwickelt eine Plattform für Medienhäuser wie NBCUniversal, die KI nutzt, um Videodatenbanken automatisch zu verstehen und durchsuchbar zu machen, etwa um schnell benötigte Content-Snippets zu erstellen. Ein starkes Beispiel dafür, wie KI in der Medienbranche echte Wertschöpfung schafft: weniger Datenchaos, mehr nutzbare Inhalte. Kein KI-Bling-Bling, sondern wirkliche Erleichterung in den täglichen Arbeitsabläufen.
Mein Fazit
Beim anschließenden Get-together traf ich viele bekannte Gesichter aus der Digital- und Social-Media-Welt von früher. Schön zu sehen, wie viele der guten Köpfe wieder Treiber dieser neuen Transformation sind. Genau solche Formate braucht es: klein, ehrlich, praxisnah und mit dem Fokus auf Umsetzung statt Buzzwords.
FAQ
Was ist das AIM Leaders Meet-up?
Das AIM Leaders Meet-up ist ein Netzwerkformat von nextMedia.Hamburg für Führungskräfte aus der Medienbranche. Es führt mit Austausch und Praxisimpulsen auf die AIM Leaders Konferenz hin.
Welche Hebel sind für KI in Medienunternehmen entscheidend?
Vier Hebel stehen im Fokus: nachweisbarer Business Impact, Workforce Transformation mit Prozessveränderung, Liquid Content über Formatgrenzen hinweg sowie europäische Souveränität im globalen KI-Wettlauf.
Was bedeutet Workforce Transformation bei KI?
Workforce Transformation heißt nicht, Tools einzuführen, sondern Prozesse neu zu denken und Menschen mitzunehmen. Veränderung entsteht erst, wenn sich Arbeitsweisen, Entscheidungsstrukturen und Lernkultur anpassen.
Wie schafft KI echte Wertschöpfung in Medienhäusern?
Beispiele wie Coactive AI zeigen es: KI macht Videodatenbanken automatisch verständlich und durchsuchbar, reduziert Datenchaos und beschleunigt die Content-Produktion im Arbeitsalltag.
Warum lohnen sich kleine KI-Netzwerkformate?
Kleine Formate ermöglichen ehrlichen Austausch statt steifem Networking. Teilnehmer teilen reale Erfahrungen, Herausforderungen und Umsetzungsideen, das bringt mehr als jede Buzzword-Keynote.